Badische Zeitung vom Freitag, 3. Januar 2003

Gemeinsam aktiv für Solarenergie und Energiesparen
Fördermittel der Europäischen Union für trinationales Bürger-Energienetzwerk unter Federführung des Wyhler Solarvereins


NÖRDLICHER KAISERSTUHL/ BREISGAU (BZ). In Straßburg ist ein trinationales Energieprojekt von insgesamt zehn Bürgervereinigungen aus dem Dreiländereck ausgewählt worden zur Förderung durch das EU-Programm "Bürger sein am Oberrhein". 7000 Euro sind vorgesehen für den Start eines Energiespar- und Solarenergie-Netzwerks unter Federführung des Fördervereins Zukunftsenergien Solarregio Kaiserstuhl aus Wyhl, wie aus einer Pressemitteilung des Vereins hervor geht. Mit gemeinschaftlichen Aktivitäten, die im März beginnen sollen, wollen die Initiatoren vor allem die Bürgerinnen und Bürger beiderseits des Rheins über praktische Schritte zur Energiewende und zum Klimaschutz zweisprachig informieren, begleitet von Aktionen.

Die Initiative für das vom einem trinationalen Auswahlkomitee unter Führung der Region Alsace befürwortete Projekt ging aus von Dr. Georg Löser, Projektleiter und Gründer der ECO-Stiftung für Energie-Klima-Umwelt, und von dem Förderverein Zukunftsenergien Solarregio Kaiserstuhl aus Wyhl, der als Hauptantragsteller agiert. "Wir freuen uns wie unsere Partner aus der Region sehr, dass es geklappt hat", betonen Projektleiter Dr. Löser und Klaus Bindner, Vorsitzender des Fördervereins, unisono. "Das Projekt wird den ökologischen Energien am Oberrhein Extra-Schwung geben. Bürgerinnen und Bürger wollen persönlichen Rat, was sie konkret zu Hause und im täglichen Leben Lohnendes zum Klimaschutz tun können: etwa beim Stromsparen oder bei der Nutzung erneuerbarer Energien."

Klimabelastung kennt keine Grenzen

Eine grenzüberschreitende Initiative sei auch deshalb sinnvoll, weil angeblich geringeres Interesse am Klimaschutz jenseits der Grenze oft für eigenes Zögern vorgeschoben werde. "Wir leben aber auf derselben Erde. Die Klimabelastungen kennen keine Grenzen", betonen Bindner und Löser. "Deshalb sind Initiativen über die Grenzen hinweg wichtig."

Mit im Netzwerk sind aus Südbaden der Förderverein Energie- und Solaragentur Regio Freiburg (FESA), das Freiburger Institut für Umweltchemie (FIUC) sowie das Trinationale Umweltzentrum Weil am Rhein (TRUZ). Aus dem Elsass sind mit im Boot "Alter Alsace Energies" und die Umwelt-Bürgerinitiative CSFR, aus dem Basler Raum die Regionalgruppe der Schweizerischen Gesellschaft für Sonnenenergie (SSES), das Ökozentrum Langenbruck und die Baseler Vereinigung Sun 21.

"Weitere Bürgervereinigungen sind zur Verstärkung willkommen", betont Bindner. Spätestens beim offenen Workshop im Frühjahr und bei Informationsaktionen auf drei populären Messen in der Region sollten sie dabei sein. "Wir können gut weitere finanzielle Hilfe, Helfer und Fachleute gebrauchen, zum Beispiel für erstklassige Übersetzungen", betonen die beiden Sprecher. Gemeinsam will man mit dem Netzwerk zweisprachig auch ins Internet.

Keineswegs unbeabsichtigt, so Löser und Bindner, solle das Projekt auch die Verständigung und Zusammenarbeit von Bürgervereinigungen und Bevölkerung rheinüberschreitend fördern. "Wir erhoffen uns außerdem, dass sich das Netzwerk positiv auf die Aktivitäten der Gemeinden und der Politik im Dreiländereck auswirkt." Die Arbeit in dem Projekt soll zu einem großen Teil ehrenamtlich erfolgen und auch nach der von der EU geförderten Periode weiter gehen.

Interessenten können sich bei Dr. Georg Löser, [TEL] 0761-582849, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , oder bei Klaus Bindner, [TEL] 07642-5737, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , melden. Spendenkonto: Stichwort "Initiative Energie", Konto Nr. 29297 des Fördervereins Zukunftsenergien Solarregio Kaiserstuhl e.V. B LZ 680 627 30. bei der Raiffeisenbank Wyhl,