Badische Zeitung vom Samstag, 15. März 2003

Gemeinsam für Öko-Energie
Gruppen gehen zusammen


FREIBURG. Zehn Bürgervereine und Organisationen aus der Branche der erneuerbaren Energien haben sich zum Netzwerk "Energie-3Regio" zusammen geschlossen. Unter Federführung des Fördervereins Zukunftsenergien in Wyhl hat sich das Netzwerk zum Ziel gesetzt, den Verbrauch fossiler Energien im Dreiländereck in den kommenden Jahren drastisch zu senken, und eine Modellregion für Solarenergie zu schaffen. Partner in dem Verbund sind unter anderem der Freiburger Förderverein Fesa, die Initiative Sun21 aus Basel, das trinationale Umweltzentrum in Weil am Rhein und Alter Alsace Energies aus Frankreich. Das Projekt, dessen Langfristziel eine Senkung des Kohlendioxidausstoßes um 80 Prozent ist, wird von der Europäischen Union mit vorerst 7000 Euro gefördert.

"Unser Ziel ist in der ersten Phase vor allem ein grenzüberschreitender Austausch von Know-How", sagt Projektleiter Georg Löser von der ECO-Stiftung in Gundelfingen. Das erste handfeste Produkt der Kooperation könnte ein innovatives Kleinkraftwerk im Kirchzartener Gymnasium sein, das auf Basis eines Stirling-Motors arbeitet. Der Stirling ist im Hinblick auf Einsatzgebiet und Effizienz einer Brennstoffzelle vergleichbar, im Unterschied zu dieser aber schon heute marktreif. Er kann mit Erdgas oder auch Biogas betrieben werden, und erzeugt mit sehr geringen Verlusten Wärme und Strom. Das Ökozentrum in Langenbruck in der Schweiz, dass ebenfalls Projektpartner von "Energie-3Regio" ist, bietet das Kleinkraftwerk bereits an. Wenn man dieses nach Kirchzarten bringe, sei das Projekt ein ideales Beispiel, wie man sich die Kooperation im Netzwerk vorstelle, sagte Löser.

Bernward Janzing