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Kaiserstühler SolarZeitung 32/2010
vom 21. Dezember 2010

Kostenlose Internetzeitung an alle Mitglieder und Interessenten des Fördervereines.

 


Liebe Solarfreunde,
sehr geehrte Damen und Herren,

wieder einmal ist ein Jahr wie im Flug vergangen. Auch im Jahre 2010 haben uns viele spannende Projekte/Themen auf Trab gehalten und es verging kaum eine Woche, in der es nicht etwas Neues aus dem Bereich der erneuerbaren Energien zu berichten gab.
für Ihr Interesse sowie die großartige Unterstützung recht herzlich bedanken.

Die Vorstandschaft des Fördervereins SolarRegio wünscht Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest sowie ein gutes neues Jahr 2010



SAT 1 - Dienstag, den 18.01.2011

1. ab 20:15 Uhr - "Das TV-Event" mit dem Fernsehfilm "Restrisiko"
2. ab 22:15 Uhr - Die TV-Dokumentation "Restrisiko Atomkraft - Mit Sicherheit unsicher?"

In dem krimiähnlichen Fernsehfilm "Restrisiko" wird ein GAU eines fiktiven Kernkraftwerks der ersten, älteren Baureihe in der BRD geschildert. Die Schaulspielerin Ulrike Folkerts (bekannt auch als Kriminalkomissarin Leda Odental) spielt in dem Film eine Sicherheitschefin dieses AKW.
"Der Film geht unter die Haut, gerade weil er auf schlichte Gut-Böse-Schemata verzichtet, weil er die Gefahren der Atomenergie realitätsnah abbildet und weil er mit einer spannenden Dramaturgie fesselt"
- so Henrik Paulitz, Atomergieexperte der IPPNW, der bei der Entstehung des Filmes dem Produktionsteam von Anfang an beratend zur Seite stand.
Mehr Infos zum Film beim Presseportal.

 




Weisweiler Energiegespräche am 2. Februar 2011

Beginn 19.00 Uhr im Bürgersaal des Rathauses in Weisweil
Die Kandidaten für die Landtagswahl aus dem Wahlkreis Emmendingen werden über die künftige Energiepolitik des Landes BW diskutieren. Zugesagt haben:

Frau Sabine Wölfle, SPD
Frau Monika Strub, Die Linke
Herr Hanns Georg von Wolff, FDP
Herr Alexander Schoch, Die Grünen
Herr Bernhard Maas, CDU, Zweitkandidat und Vertretung für Marcel Schwehr

 



DESERTEC

 

Woher kommt der Strom der Zukunft?
Zu diesem Thema hatten die Grünen  am 13. November zu einer Podiumsdiskussion in Stuttgart eingeladen. Anwesend waren u.a. der marokkanische Botschafter Rachad Bou, Fabio Longo von Eurosolar, Dr. Franz Trieb von der DLR Stuttgart und Franz Untersteller, MdL der Grünen.
Fazit:
Technisch ist alles möglich und die Industrie könnte damit viel Geld verdienen. Ob es wirtschaftlich Sinn macht, steht in den Sternen und könnte zu einem "Pharaonengrab" werden.
Das angeblich erforderliche Supergrid mit einem Hochspannung-Gleichstrom-Übertragungsnetz (GHÜ) ist politisch kaum durchsetzbar. Österreich und die Schweiz legen keinen Wert darauf und blockieren. Spanien hat genügend Sonne und verhindert schon seit Jahren Hochspannungsleitungen nach Frankreich.
Die Anrainerstaaten in Nordafrika sind sich untereinander nicht grün und hätten lieber Atomkraftwerke statt Solarkraftwerke.

Näheres über das Thema und meine Weltreise nach Stuttgart finden Sie hier.



Krach wegen Windrädern (Die Landtagswahlen werfen ihre Schatten voraus.)

 

Schon seit Monaten verkündet die Landesregierung BW, dass man den Anteil der Windenergie bis 2020 verdoppeln will, also von 0,8% auf 1,6%. Das wären so um die 150 neue Windräder und einige Windräder, die im Zuge des sog. Repowering getauscht werden könnten.

Da kann die FDP nicht zusehen. In einem Sieben-Punkte Plan verkündet Minister Pfister nun überraschend, dass man in den nächsten 10 Jahren 150 neue Windräder bauen möchte.
Eigentlich ein Streit um Nichts. Ob 150 oder 151 neue Windräder; es fehlt ein Gesetzentwurf für die Ausweisung neuer windhöfiger Standorte.
In BW gibt es zur Zeit 360 Windräder; im ersten Halbjahr 2010 wurden gerade mal drei neue Windräder gebaut.


EnBW wieder fest in deutscher Hand

Die Bauern Schramm und Pfleiderer waren auf dem Weg zum Markt nach Durlesbach um ihre Kuh zu verkaufen, als ihnen eine fette Kröte über den Weg lief.
Da sagte Schramm zum Pfleiderer: „Wenn Du die halb Kröt fresch, kriegsch mei Kuh“.Nach einigem Zaudern zerteilt Pfleiderer die Kröte und würgt sie herunter. Die Kuh vom Schramm gehört jetzt ihm.
Danach gehen beide eine Weile schweigend nebeneinander her, bis der Pfleiderer zum Schramm sagt: „ Wenn Du die annere Hälft vom Frosch verschlingsch, kriegsch dei Kuh zurück“.
Gesagt, getan und Schramm hat seine Kuh wieder.

Sie gehen wieder eine Weile schweigend nebeneinander her bis Schramm sagt:
„Wozu hemmer die Kröt eigentlich gfresse?“

Sie werden sich sicherlich fragen, was hat das mit dem Rückkauf der EnBW zu tun?
Ein Schwabenstreich; denn in beiden Fällen waren Schwaben am Werk. Nur wurde keine Kröte verschluckt sondern viel Geld gewechselt; und da bleibt immer etwas hängen.

 



Jahresrückblick 2010

Zuerst die schlechten Nachrichten:

Die Laufzeitverlängerung der AKW wurde von der Regierung ohne Beteiligung des Bundesrates beschlossen; die Strompreise werden trotzdem weiter steigen.

In Gorleben wird der Salzstock „ergebnisoffen“ weiter erforscht. Alternativen werden nicht geprüft.

Die Einspeisevergütung für Solaranlagen wurde drastisch gekürzt; die Aktien von Q-Cells und Solarworld sind ins Bodenlose gefallen. Laut Minister Röttgen hat das aber nicht zum Zusammenbruch der Solarbranche geführt.
Was nicht ist, kann noch werden.

Das Elektro-Auto dümpelt vor sich hin. Es gibt kein Konzept für den LKW-Verkehr, der auch irgendwann elektrifiziert werden muss. Unsere PKW sind meilenweit von einem CO2-Ausstoß unter 110 mg/km entfernt und nach wie vor können Freiberufler in einer Großstadt einen Geländewagen oder Ferrari von der Steuer absetzen.

Noch immer glaubt man an eine wirtschaftliche Realisierung von Kohlekraftwerken mit CO2 –Abscheidung. Dezentrale Blockheizkraftwerke führen ein Schattendasein und immer noch ist man der Meinung, dass Kraftwerke rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr in Betrieb sein müssen, da es sich sonst nicht rentiert.
Unter diesem Gesichtspunkt dürfte sich niemand eine Heizung kaufen, die läuft ja nur ca. sechs Monate im Jahr. Welch eine Verschwendung?


Es gibt aber auch gute Nachrichten:

Im Jahr 2010 wurden in der BRD vermutlich PV-Anlagen von 8 bis 9 Gigawatt zugebaut und der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung steigt auf fast 20%. Nicht mehr lange, und wir werden die Stromerzeugung der AKW überholen.

Immer mehr Bürger gehen auf die Straße. Vielleicht wird man für Großprojekte doch noch Volksbegehren ermöglichen.

Viele Gemeinden haben eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien erreicht und einige Landkreise streben dies ebenfalls verbindlich an.

In BW steht unter Umständen ein Regierungswechsel an; da könnte das Ausbremsen der Windenergie gestoppt werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt; wir werden weiter machen.

 

Gegen den Winterblues ziehe ich mir jetzt den Song „Aff un zo“ von Wolfgang Niedecken (BAP) rein. Feinster Raggae, das bringt Sonne ins Herz und macht Mut:
"Ab und zu ist alles herrlich, ab und zu auch ganz erbärmlich, ab und zu geht einfach alles schief. ………… es geht weiter hinterm Horizont".
Reinhören kann man unter http://www.youtube.com/watch?v=RLQZjy4nzus wo der Song auf der „so da Brücke“ in Euskirchen aufgeführt wurde. Text unter http://www.bap-fan.de/affunzo.html


gez. Rudolf Höhn
1. Vorsitzender



 

Gemeinsam: Global denken, Lokal handeln!

Der Förderverein Zukunftsenergien Solarregio Kaiserstuhl e.V. bedankt sich recht herzlich für die Unterstützung durch die Fördermitglieder.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Fördermitglieder bei einem Kauf, bei einer Auftragsvergabe in Betracht ziehen würden.

 



Mit „sonnigen“ Grüßen

Rudolf Höhn, 1. Vorsitzender, Telefon-Nr. 07844 / 991409
Förderverein Zukunftsenergien,
SolarRegio Kaiserstuhl e.V.
Endinger Str. 67
79369 Wyhl am Kaiserstuhl
Tel.: 07642 / 5737
Fax: 07642 / 92 95 944

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Bitte besuchen Sie auch unsere Hompages, hier finden Sie auch stets neue Beiträge.

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Wir danken Ihnen für Ihre Mitgliedschaft im Verein, denn viele Mitglieder ermöglichen das Beibehalten der niedrigen Mitgliedsbeiträge, z.B. 3 Euro Jahresbeitrag für Schüler, 6 Euro für Nichterwerbstätige - 12 Euro Normalbeitrag. Viele Mitglieder geben den Aktiven im Verein einen Rückhalt, nicht als einzelne "Spinner" abgetan zu werden. Wir bedanken uns für die Mitteilung Ihrer Kontoänderungen, damit nicht beim Einzug der Mitgliedsbeiträge Rücklastschriftkosten anfallen.

Schauen Sie mal bei der Übersicht über den Stromertrag der Bürgersolaranlage vorbei? Da sehen Sie aktuell, welchen Ertrag die Anlage bis jetzt gebracht hat. Wer möchte Mitglied Nr. 220 werden oder werben? Wir verlosen an alle Werber eines Mitglieds jedes Jahr eine hochwertige Energiesparlampe. Eine weitere Energiesparlampe verlosen wir unter allen bei der Generalversammlung anwesenden Mitgliedern.

Auszeichnung durch das Land Baden-Württemberg - SolarRegio: Agendapreisträger 2006


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